Nachrufe
Unser Ehrenmitglied Dipl.-Ing. Herbert Liman ist verstorben (2021)
„Man muss mit den Menschen sprechen und ihnen zuhören“ – so das Lebensmotto von Herbert Liman. In seiner 35-jährigen leitenden Tätigkeit beim Senat von Berlin war er für den gesamten Verkehrswegebau verantwortlich.
Auch nach Ende seiner berufichen Aktivitäten fand der geborene Netzwerker für viele auch überregionale verkehrstechnische Fragen im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung Wege für zukunftsweisende Lösungen. Sein besonderes Engagement galt seit den 1960er Jahren der Entwicklung des Fördervereins, dessen Ehrenmitglied er war, sowie dem erfolgreichen Auf- und Ausbau des 1982 gegründeten Deutschen Technikmuseums.
Seine verkehrsgeschichtlichen Forschungen, vor allem zu historischen Meilensteinen und Chausseebauten, fanden internationale Anerkennung. 2014 wurde er auch für seine deutsch-polnischen Initiativen mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
Für andere da sein, Toleranz leben und neuen Entwicklungen offen begegnen – das war die Basis für Herbert Limans immer ergebnisorientiertes Moderieren. Er war uns bis zuletzt ein kompetenter Ratgeber, großzügiger Förderer, ideenreicher Begleiter und guter Freund.
Wir werden immer dankbar an ihn denken.
Wolfgang Jähnichen – Vorsitzender der FDTM
Joachim Breuninger – Vorstand der SDTB
Gründungsdirektor Prof. Günther Gottmann verstorben

Am 4. Februar 2018 ist unser Ehrenmitglied und der Gründungsdirektor des Deutschen Technikmuseums, Prof. Günther Gottmann, im 86. Lebensjahr gestorben.
1980 berief der Berliner Senat Günther Gottmann zum Direktor eines noch zu gründenden Museums für Verkehr und Technik. Bereits 1980 hatte das Abgeordnetenhaus sein Museumskonzept beschlossen, das mit seinem Grundgedanken, der Beziehung zwischen Mensch und – häufig ambivalenter – Technik, innovativ war und in Museumskreisen Furore machte. Gottmann konnte auf der fast zwanzigjährigen Arbeit des Museumsvereins aufbauen, der schon über eine beachtliche Sammlung und eine umfangreiche Bibliothek verfügte. Mit der Museumsgründung 1982 wurde der Verein zum Förderverein. Mit den vielfältigen im Verein gebündelten Kompetenzen, Mitwirkung bei Museumsaktivitäten sowie beachtlichen Geldsummen aus Beiträgen und Spenden für besondere Projekte konnte der Verein schon in der Frühzeit das im Aufbau befindliche Museum wirksam unterstützen. Dazu gehören die bis heute andauernde Arbeit an der Modellbahnanlage Anhalter Bahnhof, die personelle Organisation für die Sonntage der Offenen Tür in der Monumentenhalle, Finanzierungen von Objekten wie der Marconi-Anlage, von Spectrum-Objekten und vielfache, vielfältige Ausstellungsförderungen wie zum Beispiel die Filmdokumentation in der Ausstellung „Manufakturelle Schmuckproduktion“. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten zwischen Gottmann und dem Verein hat sich mit der Zeit ein von gegenseitigem Respekt getragenes Vertrauensverhältnis entwickelt, das immer stärker auch auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausstrahlte und bis heute als beispielhaft gelten kann.
Alle Mitglieder, die Prof. Gottmann noch kannten, werden sich gern an den „humanistischen Technokraten“ erinnern, der mit seinem berühmt gewordenen Ausspruch „Das Technikmuseum ist der Goldzahn im Gebiss der Stadt“ und einer kleinen Dokumentation in einem Modul der Dauerausstellung „Mensch in Fahrt“ für die Besucherinnen und Besucher noch immer präsent ist.
Der Vorstand, der erweiterte Vorstand und alle Mitglieder des Vereins trauern mit der Familie und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin um eine große Persönlichkeit.
Mit Prof. Günther Gottmann haben wir einen Menschen verloren, der sich mit aller Kraft und Unerschrockenheit, mit Mut sowie mit vielfach unkonventionellen Ideen und Methoden für „sein“, für „unser“ Museum so erfolgreich und unermüdlich eingesetzt hat.
Wolfgang Jähnichen und Achim Pohlman
Mitglieder des Vorstandes der FDTM
Wolfgang Klepp – er hat den letzten Zug genommen
* 15. Juli 1922 · ✝ 14. Januar 2018
Wir haben mit Wolfgang Klepp nicht nur einen liebenswerten Menschen und ein Ehrenmitglied verloren, sondern gleichzeitig auch unser „dienst-ältestes“ Einzelmitglied.
Im November 1976 trat er dem damaligen Verkehrsmuseum Berlin e.V. bei und machte fortan alle Höhen und Tiefen mit. Er gehörte zu diesem Zeitpunkt zu einer kleinen Gruppe Eisenbahninteressierter und sorgte engagiert dafür, dass die Zahl der Mitglieder damals schon kräftig anstieg. Er brachte sich in die Vereinsarbeit und in der Geschäftsstelle so gut ein, dass wir noch heute von seinen Ideen und Arbeiten profitieren. Als 1982 das Museum für Verkehr und Technik gegründet wurde, unterstützte Wolfgang Klepp den Verein tatkräftig bei allen anfallenden Arbeiten und organisierte die diversen Umzüge. Noch heute erinnern sich die älteren Vereinsmitglieder gut daran, wie man gemeinsam dem Eintreffen der vereinseigenen Dampflok 01 173 am 17.11.1979 entgegenfieberte, um dann in der folgenden Nacht dafür zu sorgen, dass allzu Neu-„Gierige“ abgewehrt wurden.
Auch bei anderen Nachtwachen, wie z.B. 1988 anlässlich der Ausstellung in Zehlendorf zu „150 Jahre Eisenbahnen in Preußen“, war Wolfgang Klepp manche Nacht mit dabei, um die Exponate zu bewachen.
Das Leben hat es mit Wolfgang Klepp nicht unbedingt gut gemeint. Geboren am 15. Juli 1922, hatte er dank seines Vaters bereits als Kind viele Stunden im damaligen Verkehrs- und Baumuseum verbracht. Dort wurden schon die Wurzeln gelegt für sein Interessengebiet, welches bis zu seinem Tode anhielt. Seine Jugend verbrachte er beim Militär, später schlug er sich mit verschiedenen Tätigkeiten in unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen durch, bis er als Brauereiangestellter schließlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen konnte. Der Eisenbahn, dem Deutschen Technikmuseum und dem Verein blieb er immer treu.
Leider hatte er zunehmende Probleme mit dem Augenlicht, aber seine Energie reichte immer aus, um an seinem Hobby Eisenbahn sowie an der Entwicklung des Deutschen Technikmuseums und seines Fördervereins teilzunehmen und um kritische Fragen zu stellen.
Mit seinem ausgeprägten Interesse an Berlin und der Zeitgeschichte sowie seinem Wissen beeindruckte er alle. Mit seiner Bescheidenheit war er bis in das hohe Alter bei fast allen Veranstaltungen zu treffen.
Nach kurzer und schwerer Krankheit ist Wolfgang Klepp im Alter von 95 Jahren, am 14. Januar 2018, friedlich eingeschlafen. Wir werden ihn sehr vermissen und ihn dankbar in Erinnerung behalten.
Dieter Brüggemann
Mitglied des Vorstandes der FDTM
Wir trauern um Hillmer Brandt
Am 30. November 2017 verstarb unser Ehrenmitglied Hillmer Brandt im Alter von 82 Jahren in Potsdam. Der gelernte Bankkaufmann Hillmer Brandt kam im Alter von 24 Jahren aus seiner ost-westfälischen Heimat nach Berlin (West), zu einer Zeit, als viele Berliner infolge des Chrustschow-Ultimatums Ihren Wohnsitz nach Westdeutschland verlegten. Dieses Ultimatum forderte unsere westlichen Schutzmächte auf, innerhalb Jahresfrist Berlin zu verlassen. Nach einem dann abzuschließenden separaten Friedensvertrag zwischen der Sowjetunion und derem deutschen Satellitenregime sollte dieses die Kontrolle der Verbindungswege zwischen Berlin und der Bundesrepublik Deutschland erhalten.
Hillmer Brandt fand eine Anstellung bei der Bank für Gemeinwirtschaft, für die er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1995 tätig war. Neben seinem beruflichen Engagement war er von 1963 anfangs Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Schöneberg und dann bis 1979 des Abgeordnetenhauses von Berlin, wo er sich als Mitglied dessen Verkehrsausschusses besonders um die Gründung des Museums für Verkehr und Technik, dem Vorläufer des Deutschen Technikmuseums Berlin, verdient gemacht hat. Aus seiner Feder stammte der von allen Fraktionen dieses Hauses unterstützte Antrag zur Errichtung dieses Museums.
Mit der Projektleitung wurde damals die 1960 gegründete „Gesellschaft für die Wiedererrichtung eines Verkehrsmuseums in Berlin e:V.“ betraut, aus der die „Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlins e.V.“ hervorgingen, denen er sich nach der Museumsgründung im Jahre 1982 anschloss.
Als Mitglied deren erweiterten Vorstandes hat er den Aufbau unseres Museums seit der Gründung bis zu seiner heutigen Größe fördernd begleitet und damit dazu beigetragen, dass die deutsche Hauptstadt wieder zu einem Treffpunkt technikinteressierter Menschen aus dem In- und Ausland geworden ist. Für diese Verdienste wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft in unserem gemeinnützigen Verein verliehen.
Privat galt Hillmer Brandts große Liebe Finnland, der Heimat seiner Frau Eva. Sie haben eine in Australien lebende Tochter und 2 Söhne. Er war langjähriges Mitglied der Europäischen Akademie Berlin.
Hillmer Brandt hat sich um das Deutsche Technikmuseum Berlin und die Freunde und Förderer dieses Museums verdient gemacht. Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Wolfgang Jähnichen
Vorsitzender der FDTM
In Gedenken an Albrecht Schüle

Die Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin trauern um ihr Ehrenmitglied Albrecht Schüle, das am 29. August 2017 im Alter von 78 Jahren In Tübingen verstorben ist.
Albrecht Schüle besuchte in seiner Heimatstadt Tübingen die Waldorfschule und erlernte in Waldzimmern und Wuppertal den Beruf eines Gärtners, bildete sich anschließend an der Gärtnereifachschule in Berlin weiter, wo er die Berechtigung für das von ihm angestrebte Universitätsstudium erwarb, das er 1974 an der TU Hannover mit der Note „sehr gut“ abschloss. Nach einem 3-jährigen Referendariat wurde er 1977 in Tübingen als Beamter auf Lebenszeit in den höheren Dienst übernommen.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands ging er in den wiedererstandenen Freistaat Sachsen, wo er in Plauen (Vogtland) und Bautzen bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1999 tätig war.
Von dort aus kehrte er offiziell nach Tübingen zurück, besuchte aber oft die deutsche Hauptstadt und entdeckte hier das Deutsche Technikmuseum, dem fortan nicht nur sein Interesse, sondern auch seine Liebe galt.
Besonders angetan hatte es ihm der Arbeitskreis Modelleisenbahn, dessen Projekt der originalgetreuen Nachbildung des Anhalter Bahnhofes im Maßstab 1:87 in der Zeit seiner größten Betriebsdichte er finanziell mit einem fünfstelligen Betrag großzügig unterstützte. Dieses Modell nahm er zum Anlass, in seiner Heimatstadt Tübingen selbst eine große Modellbahnanlage aufzubauen.
Besonders verbunden fühlte sich Albrecht Schüle der Jugend. Ihm ist es zu verdanken, dass das Projekt „Jugend forscht“ im Güterschuppen der Ladestraße des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofes auch für Bewegungseingeschränkte zugänglich ist. Albrecht Schüles Bestreben war die Förderung des technischen Verständnisses der nachwachsenden Generation. Dabei vertrat er die Auffassung, dass in unserem dualen Ausbildungssystem die Praxis gleichermaßen wichtig ist wie die Theorie. Die Mathematik spielerisch zu erlernen und gleichzeitig an Motoren zu basteln, das hielt Albrecht Schüle für den richtigen Weg, den er selbst als Jugendlicher beschritten hatte. Unvergessen bleibt mir sein schwäbisches Motto „Sei net domm und studier‘“ in Erinnerung.
Durch Albrecht Schüles großzügiges Mäzenatentum war es uns als gemeinnützigem Förderverein möglich, durch den Bau einer Rampe das Projekt „Jugend forscht“ allen zugänglich zu machen. Wir werden unserem Ehrenmitglied Albrecht Schüle stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Wolfgang Jähnichen
Vorsitzender der FDTM
Wir trauern um unser Ehrenmitglied Achim Rheinländer
* 12.11.1933 · † 04.09.2015

Wir verlieren mit ihm unseren früheren Vorsitzenden, der unseren Förderverein fast 30 Jahre lang leitete und einen Wegbereiter unseres Deutschen Technikmuseums Berlin. Was wir ihm zu verdanken haben, lässt sich nicht in drei trockenen Worten berichten. Er hat sich Zeit seines Lebens dafür eingesetzt, der Kulturlandschaft Berlins wieder Geltung zu verschaffen und Zerstörtes wieder erstehen zu lassen – aber auch fortzuentwickeln. Dabei war er über alle Parteien hinweg ein hilfsbereiter, kundiger, diplomatischer und vertrauenswürdiger Gesprächspartner. Auch galt er als ein Verfechter des ehrenamtlichen Engagements, was er mit „seinem Verein“ der Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin in den „langen Nächten der Museen“, der Depot-Öffnung in der Monumentenhalle an den Septembersonntagen und vielem anderen unter Beweis stellte.
Achim Rheinländer hat sich um das Deutsche Technikmuseum Berlin und dessen Förderverein verdient gemacht. Sein Wissen und seine Erfahrungen werden uns sehr fehlen.
Betroffen haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass unser Ehrenvorsitzender Joachim Rheinländer nicht mehr unter uns ist. Geboren am 12.11.1933 verstarb er nach langer, schwerer Krankheit am 04.09.2015.
Wir nehmen jetzt Abschied von eine großartigen Mann, der uns, die Stadt und viele andere geprägt hat.
Dipl.-Ing. Wolfgang Jähnichen, Vorsitzender der FDTM
Achim Pohlman, stellvertr. Vorsitzender der FDTM
Prof. Dr. Dirk Böndel, Vorsitzender der SDTB
Bernd Skibba ist am 8. Juli 2014 verstorben

Bernd war der, der immer aktiv war.
Bernd war der, der für die T3 da war.
Bernd war der, der sich in unseren Kreis einbrachte.
Bernd war der, der sich auch für Dampf interessierte.
Bernd war der, der da war, wenn man ihn brauchte.
Bernd war der, der auch ein SiPo war.
Bernd war der, der an den Fahrtagen immer mit im Zug war.
Bernd war der, der immer die meisten Spenden sammelte.
Bernd ist der, den wir nicht vergessen werden.
Trauer um Heinz-Dietrich Stolzenburg
Unser langjähriges Mitglied Heinz-Dietrich Stolzenburg verstarb am 4. Mai 2013 im Alter von 81 Jahren. Heinz-Dietrich Stolzenburg gehörte viele Jahre dem erweiterten Vorstand der Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin an, in dem er aktiv mitarbeitete. Er erwarb sich große Verdienste, indem er sich mit seinen Ideen für einen reibungslosen Versand unserer Vereinszeitschrift engagierte.
Wir werden Heinz-Dietrich Stolzenburg ein ehrendes Gedenken bewahren.
Wolfgang Jähnichen, Vorsitzender des FDTM







