Der Arbeitskreis Modelleisenbahn des FDTM gestaltet das stadthistorische Eisenbahnmodell „Anhalter Bahnhof“ (Stand1939) in Abstimmung mit dem Deutschen Technikmuseum, Abteilung Schienenverkehr, aus und führt das Modell an den ausgewiesenen Tagen vor.

Gerne sind wir jederzeit bereit, auf Anfrage – für Gruppen oder bei Veranstaltungen – Sondervorführungen für Sie durchzuführen, soweit es uns möglich ist.

Kontakt:
e-Mail: AK-Modelleisenbahn@fdtm.de
AK-Sprecher: Mario Klewer
mobil privat: 0176 - 34 93 05 24

 

 


 


© Mario Klewer, 2013

 

Ein Eindruck von der Anlage ...

 


Kontakt zu unserem Arbeitskreis:

per E-Mail: AK-Modelleisenbahn@fdtm.de

telefonisch (Do von 11-15 Uhr):  030 / 90 25 42 50
Telefax (via Geschäftsstelle des Fördervereins):  030 / 26 55 81 85

Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin e.V. (FDTM)
Arbeitskreis Modelleisenbahn
AK-Sprecher: Mario Klewer
Trebbiner Str. 9
10963 Berlin

mobil privat: 0176 - 34 93 05 24


Vom Anhalter Bahnhof, dem einst prächtigsten der Stadt, steht nur noch eine Ruine.



© Hans-Jürgen Gödel, 2015

Seine Ausmaße waren: 170 Meter lang, 62 Meter breit und 34 Meter hoch – bei seiner Einweihung war der Anhalter Bahnhof der größte Europas.

Er wurde von Franz Schwechten entworfen, der auch Architekt der Kaiser-Wilheim-Gedächtnis-Kirche war.

Am 15. Juni 1880 gab es „großen Bahnhof“ zur Eröffnung der neuen Station. Zusammen mit seinem Reichskanzler Otto von Bismarck erschien der Deutsche Kaiser Wilhelm I. zum Empfang.

Ihren Namen erhielt die Fernstation, weil der Kopfbahnhof der Ausgangs- und Endpunkt der Berlin-Anhaltinischen Eisenbahn war und hier die Züge in südliche Richtung abfuhren.

Berlin hielt lange an dem System des Kopfbahnhofs fest, wie es Paris heute noch hat. Der Bahnhof stand an einer belebten Stelle – nur wenige hundert Meter vom Potsdamer Platz entfernt, vom damaligen Regierungsviertel mit der Wilhelmstraße quasi in Rufweite entfernt.

 

Damals erste Adresse 

Der Askanische Platz war erste Adresse. Auf der gegenüberliegenden Seite der heutigen Stresemannstraße stand damals das größte Hotel Europas, das Exelsior mit 600 Zimmern, 9 Restaurants und einem Bierkeller für 1.500 Gäste. Das Hotel war durch einen Tunnel mit dem Anhalter Bahnhof verbunden.

Im Bahnhof hatte Seine Kaiserliche Majestät übrigens eigene Räume.

Vom Anhalter Bahnhof gab es direkte Verbindungen nach Dresden, von dort weiter nach Wien, Rom und Athen und auf direktem Weg nach Neapel. Die Station war natürlich auch die Kulisse für Staatsbesuche: Schließlich fuhr man damals standesgemäß mit dem Sonderzug, die Fliegerei kam erst später.

 

Abriss geplant  

Im Rahmen der Germania-Pläne zum Ausbau der Reichshauptstadt während der braunen Diktatur sollte der Bahnhof abgerissen werden. Hitlers Pläne sahen an dieser Stelle eine Badeanstalt vor.

In den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges wurde der Bahnhof schwer zerstört. Vor allem die verheerenden Luftangriffe vom 3. Februar 1945 vernichteten große Teile der Anlage. Aus Furcht vor den russischen Truppen, die Berlin eingekesselt hatten, flohen die Menschen in den unterirdischen S-Bahnhof der Station.

Als letzte Wahnsinnstat wurde die Steckenverbindung des Nord-Süd-Tunnels am Landwehrkanal, mutmaßlich von der SS, gesprengt. Gerüchten nach sollen dabei tausende Menschen im Tunnel ertrunken sein. Einige Augenzeugen berichteten jedoch, dass das Wasser nur langsam stieg und fast alle fliehen konnten.

 

Nachkriegszeit und Sprengung 

Bereits ein Jahr nach Kriegsende wurde der Anhalter Bahnhof wieder provisorisch in Betrieb genommen. Die Züge fuhren in den Ruinen des alten Bahnhofs, das Dach fehlte und die Bahnsteige waren nur notdürftig hergerichtet. Auf dem überirdischen Teil des Bahnhofes sollte kein richtiges Leben mehr einziehen.

Die Berlinblockade und die Lage Westberlins innerhalb des DDR-Territorums machten es notwendig, dass alle Züge aus Richtung Westen erst einmal den Ostbahnhof, von 1987 bis 1990 „Berlin Hauptbahnhof“, anlaufen mussten.
Dies war das engültige Aus für den Anhalter Bahnhof. Trotz massiver Proteste ließ der Senat das Gebäude 1960 sprengen.

Sogar dieses Vorhaben schlug fehl, das Portalfragment blieb stehen.